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07.06.2025

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Vereinschronik der SpVgg Neckarsteinach

1912 – 1. Weltkrieg

Im April 1912 gründeten im Gasthaus „Zum Schönauer Tal“ 17 junge Männer den Fußballclub Germania. Die Spiele trug man in den damaligen Vereinsfarben schwarz-weiß zunächst auf den „Heiterswiesen“ unterhalb der Burg Schwalbennest aus. Im Spätjahr 1912 wurde im Schönauer Tal ein geeignetes Gelände zur Verfügung gestellt, was dem jungen Verein einen beachtlichen Auftrieb gab. Die hoffnungsvolle Entwicklung fand jedoch durch Ausbruch des ersten Weltkrieges ihr jähes Ende.

Nach Kriegsende waren zunächst alle Sporttreibenden der Stadt Neckarsteinach im Turnerbund zusammengeschlossen.

1922: C-Klasse Meisterschaft

Im Jahre 1922 wurde die Spielvereinigung 1912 als Nachfolgeverein des FC Germania aus der Taufe gehoben. Im selben Jahr trat der Verein dem Süddeutschen Fußball- und Leichtathletikverband bei und begann mit Verbandsspielen innerhalb des damaligen Neckar-Elsenz-Gaues. Auf Anhieb erreichte man die Meisterschaft der C-Klasse.

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Die Mannschaft der SpVgg der frühen 20-iger Jahre

1923: Aufstieg in die Kreisklasse A

Ein Jahr später glückte der gleiche Erfolg in der B-Klasse und damit der Aufstieg in die Kreisklasse A, der der Verein ab 1924 ununterbrochen bis 1939 angehörte.

1927

Seit 1927 in den bis traditionellen Vereinsfarben Blau-weiß spielend, errang die junge Mannschaft der SpVgg im Jahr 1928 erstmals in der Vereinsgeschichte eine Meisterschaft in der Kreisliga A. Noch dreimal wurde dieser stolze Erfolg bis 1934 wiederholt. Die nächst höhere Spielklasse konnte jedoch nicht erreicht werden, da man sich in den jeweiligen Aufstiegsspielen gegen die Meister der anderen Kreise nicht durchsetzen konnte. 1932 beging man das 20-jährige Vereinsjubiläum, dessen Höhepunkt die Begegnung der 1. Mannschaft mit dem damaligen Landesligisten VfR Mannheim war. Das Spiel endete mit einem 7:2 Sieg für die Gäste.

1939: Einstellung des Spielbetriebs im 2. Weltkrieg

In der Folgezeit gestaltete sich jedoch der Spielbetrieb durch politische Einflüsse immer schwieriger und kam im Herbst 1939 mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs ganz zum Erliegen. Als 1945 endlich die Waffen schwiegen, standen alle Vereine vor einem materiellen Nichts. Am 20. Oktober 1945 wurde im Gasthaus „Zum Neckartal“ die Sportgemeinschaft Neckarsteinach ins Leben gerufen mit den Abteilungen Fußball, Handball, Leichtathletik, Schach, Tischtennis und Turnen.

1945: Kreisklasse I und Kreisklasse II

Am 28. Oktober 1945 fand auf heimischem Gelände gegen den Nachbarn aus Schönau das erste Fußballspiel nach dem Kriege statt. Ein Jahr später konnte auch wieder mit Verbandsspielen begonnen werden. Während der Verein zunächst der Kreisklasse Heidelberg I angehörte, musste er 1949 in die Kreisklasse II absteigen. Doch bereits im darauf folgenden Jahr konnte der Wiederaufstieg erreicht werden.

1951-1952: Meistertitel in der B-Klasse

Am 02. März 1951 wurde im Gasthaus „Zum Goldenen Hirsch“ die Wiederbegründung der Spielvereinigung 1912 beschlossen. Zunächst musste der Verein für ein Jahr in die B-Klasse absteigen. Doch 1952 holte die SpVgg den Meistertitel in dieser Klasse und stieg in die A-Klasse auf.

1956/57: A-Klassen Meisterschaft und Aufstieg in die 2. Amateurliga

In den folgenden Jahren erlebte die SpVgg ihre spielerische Blüte. Talentierte Nachwuchskräfte rückten in den Seniorenbereich auf und es wuchs eine Mannschaft heran, die zu großen Hoffnungen berechtigte. Im Spieljahr 1956/57 errang die 1. Mannschaft des Vereins in überlegener Weise unter 17 spielstarken Mannschaften die erste A-Klassen-Meisterschaft nach 1945 und stieg in die 2. Amateurliga Rhein-Neckar auf. Diese Leistung war umso beachtlicher, da fast alle Heimspiele in Hirschhorn ausgetragen werden mussten, denn im Zuge des Neubaues der 2. Schleuse Neckarsteinach wurde der Sportplatz im Schönauer Tal höher gelegt und völlig neu gestaltet.

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Kreismeister der B-Klasse Heidelberg 1956/57

1958/59

Mit großen Hoffnungen in die neue Verbandsrunde gestartet, musste der Verein bereits nach einjähriger Zugehörigkeit wieder den Abstieg aus der 2. Amateurliga antreten, da auch die dramatischen Entscheidungsspiele um den Klassenverbleib verloren gingen. Ab der Saison 1958/59 gehörte die Spielvereinigung wieder der A-Klasse Heidelberg an, die ein Jahr später erneut in 2 Staffeln aufgeteilt wurde.

Vom 27.05.1962 bis 03.06.1962 fand das 50-jährige Vereinsjubiläum statt. Eine Sportwerbewoche schloss sich an, deren herausragendes Ereignis das Spiel der 1. Mannschaft gegen den damaligen prominenten Südwestligisten Wormatia Worms war, das der Gast mit 5:0 für sich entscheiden konnte.

1962: Bau des Sportheims

In das Jahr 1962 fällt auch der Beginn eines Vorhabens, das für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs und das weitere Bestehen des Vereins von entscheidender Bedeutung war: Der Bau eines Sportheims mit Dusch- und Umkleideräumen, Versammlungsraum und einer Wohnung für den Heimwart. Der Bau des Sportheims begann am 10. November 1962 und konnte nach fast 3-jähriger Bauzeit am 25. September 1965 seiner Bestimmung übergeben werden.

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Sportheim in seiner 1. Ausbaustufe

1972: Ausbau der Sportanlagen

Im Jahr 1972 wurde durch die Errichtung der Flutlichtanlage eine weitere Verbesserung der Spiel- und Trainingsmöglichkeiten geschaffen. Wegen unterschiedlicher Setzungen des 1957 höher gelegten Sportplatzes musste das Spielfeld unter erheblichem Aufwand im Sommer 1973 von Grund auf erneuert werden. Neue Tore aus Aluminium wurden gleichzeitig installiert, da die alten Tore bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion von „Unbekannt“ abgesägt wurden.

1976/77: Abstieg in die B-Klasse

Im sportlichen Bereich musste die SpVgg in der Saison 1976/77 zum zweiten male nach 1945 den bitteren Weg in die B-Klasse antreten.

Anlässlich der 600-Jahrfeier der Stadt Neckarsteinach wurde 1977 das Jubiläumsspiel gegen den 2-Ligisten 1. FC Nürnberg in Neckarsteinach ausgetragen. Der Club siegte mit 6:0.

1984/85: Erweiterung des Sportheims

In den Jahren 1984/85 wurde das in die Jahre gekommene Sportheim mit einem Anbau erweitert. Am 28. April 1984 wurde der Anbau mit Dusch- und Umkleidekabinen, sowie einer Sauna, seiner Bestimmung übergeben. Dadurch gewann man Platz im Altbau, der durch die Erweiterung und Neugestaltung des Versammlungs- und Wirtschaftraums genutzt wurde.

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Sportheim in seiner 1. Ausbaustufe

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Erweiterung mit einem Anbau im Jahre 1984

1985/86: Aufstieg in die Kreisliga A

Obwohl durch die gute Jugendarbeit immer wieder talentierte Nachwuchsspieler in die Seniorenmannschaft aufrückten, gelang dem Verein über Jahre hinweg nicht mehr der Aufstieg in die seit 1978 wieder eingleisige A-Klasse Heidelberg. Dieses Ziel wurde in der Saison 1985/86 erreicht. Punktgleich mit dem SV Waldhilsbach nach Abschluss der Runde an erster Stelle, gewann die Mannschaft mit einer großen kämpferischen und spielerischen Leistung das Entscheidungsspiel in Wiesenbach mit 3:0 und war damit Meister der Kreisliga Staffel II und Aufsteiger zur Kreisliga A.

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Meister der Kreisliga B Heidelberg Staffel II 1985/86

1988–1994: Auf und Ab in der Kreisliga A und B

In den Monaten Mai und Juni 1987 wurde das 75-jährige Jubiläum mit mehreren festlichen Veranstaltungen begangen.

Im Jahr 1988 folgte erneut der Abstieg in die B-Klasse. Dieser Abstieg war mit der bitterste der SpVgg überhaupt. Denn kam er nicht durch sportliche Leistungen sondern durch Lücken in der Verbandssatzung zustande. In der Spielzeit 1993/94 gelang durch das Erreichen der Meisterschaft in der B-Klasse erneut der Aufstieg in die A-Klasse, die man leider im zweiten Aufstiegsjahr wieder verlassen musste.

In den folgenden Jahren gab es ein sportliches Auf und Ab. Zwischenzeitlich kämpfte man sogar gegen den Abstieg in die mittlerweile eingeführte Kreisliga C.

1998–2002: Bau des Rasenplatzes und Ausbau des Sportheims

Während der Saison 1998/99 wurde ein lang ersehnter Wunsch in die Tat umgesetzt. Der Bau des Rasenplatzes. Zusätzlich wurde noch ein zweiter Rasenplatz zum Training errichtet. Ein weiterer Ausbau des Sportheims folgte im Jahr 2002. Durch einen großen Gymnastikraum, der auch als Saal für verschiedene Festlichkeiten genutzt werden kann, ist das Heim unseres Vereins zu einem Schmuckstück gereift.

2005/06: Abstieg in die Kreisliga C

Nachdem die Kreisliga C auf Antrag der Spielvereinigung Neckarsteinach im Jahr 2001 wieder abgeschafft wurde, sollte diese fragwürdige Klasse zur Saison 2006/2007 wieder zum Leben erweckt werden. Somit wurde die Saison 2005/2006 zur Qualifikation zur eingleisigen Kreisliga B bestimmt. Die SpVgg (mit als Titelfavorit gestartet) musste sich nach einer eher durchschnittlichen Vorrunde und einer tollen Aufholjagd in der Rückrunde am Ende mit dem 6. Platz abfinden. Mit 54 Punkten und einem Torverhältnis von 89:48 aus 28 Spielen musste der bittere Gang in die Kreisliga C angetreten werden. Wenn man im Nachhinein bedenkt, dass zum zweiten Aufstiegsplatz in die Kreisliga A nur 4 Punkte fehlten, ist es unglaublich, dass man trotzdem in die Kreisliga C absteigen musste.

2006/07: Direkter Wiederaufstieg in die Kreisliga B

Für die Saison 2006/2007 konnte es nur ein Ziel geben, sofortiger Wiederaufstieg in die Kreisliga B. Dieses Ziel setzte die neu formierte Mannschaft eindrucksvoll in die Tat um. Das Team gewann mit unglaublichen 165 geschossenen Toren überlegen die Meisterschaft und konnte nach einjähriger Abwesenheit die sofortige Rückkehr in die Kreisliga B feiern.

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Meister der Kreisliga C Nord/Ost in der Spielzeit 2006/2007

2012: 100-jähriges Jubiläum der SpVgg

Im Jahr 2012 folgte das große Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen der SpVgg 1912 e.V. Neckarsteinach. Ausführliche Informationen zu den Jubiläumsveranstaltungen gibt es im Bereich 100 Jahre SpVgg.

2016: Rückkehr in die Kreisliga A

In den Jahren 2014 bis 2016 konnte die erste Mannschaft der Spielvereinigung kontinuierlich verstärkt werden und nach einem 4. Platz im Jahr 2015 und einem 6. Platz im Jahr 2016 war das Saisonziel für die Spielzeit 2016/2017 klar definiert: „Aufstieg in die Kreisliga A“. Das gesteckte Saisonziel erfüllte das Team nach einer überragenden Saison bereits nach 25 von 30 Spieltagen. Am Ende der Saison konnte die Mannschaft mit 14 Punkten Vorsprung die Meisterschaft feiern und die SpVgg kehrte nach 21 Jahren in die Kreisliga A zurück.

 

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Meister der Kreisliga B 2016/2017

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2016-2021: Abstieg in die Kreisklasse B und Kreisklasse C

Nach dem großen Wurf in der Saison 2016/17 konnte sich der Verein zunächst gut behaupten – die Saison 2017/18 schloss man auf einem respektablen fünften Rang ab. Doch in den folgenden beiden Jahren rutschte die Mannschaft zunehmend in die Abstiegszone, ehe 2018/19 mit Platz 15 und schließlich 2019/20 mit dem 16. Platz der Abstieg in die Kreisklasse B erfolgte.

Auch dort lief es nicht wie erhofft: In den Saisons 2020/21 und 2021/22 fand sich die Mannschaft am Tabellenende wieder. 2021/22 bedeutete Platz 17 den bitteren Abstieg in die Kreisklasse C2 – ein Tiefpunkt in der jüngeren Vereinsgeschichte. Doch anstatt zu resignieren, stellte sich der Verein neu auf. Mit neuem sportlichen Ehrgeiz, einem veränderten Kader und wachsender Unterstützung aus dem Umfeld begann der sportliche Wiederaufbau.

2022-2024

Die Saison 2022/23 brachte bereits positive Impulse: Platz 5 bedeutete zwar noch keinen Aufstieg, aber eine sichtbare Verbesserung. Im darauffolgenden Jahr (2023/24) kämpfte die SpVgg Neckarsteinach bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg und beendete die Saison auf dem dritten Tabellenplatz und spielte somit in der Relegation zur Kreisklasse-B. Dort traf man auf die FG Rohrbach und konnte das 1. Relagationspiel mit 4:3 für sich entscheiden. Im 2. Relegationspiel traf man auf den HSC und lieferte ein hart umkämpftes Spiel – doch am Ende scheiterte man deutlich mit 1:5, der Aufstieg blieb verwehrt. Dennoch war klar: Der Weg zeigte weiter nach oben.

2024/2025: Unbezwungen Meister in der Kreisklasse C2

In der Spielzeit 2024/25 schrieb die SpVgg Neckarsteinach schließlich Vereinsgeschichte: Die Mannschaft dominierte die Kreisklasse C2 über die gesamte Runde hinweg, blieb in allen Spielen ungeschlagen und krönte sich am Ende hochverdient zum Meister. Der souveräne Aufstieg in die Kreisklasse B war das Ergebnis von harter Arbeit, Zusammenhalt und einem starken Teamgeist.

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Meister der Kreisliga C2 2024/25

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2025

Mit einer Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten sowie einer treuen Fanbasis im Rücken, blickt der Verein optimistisch in die Zukunft – mit dem klaren Ziel, weiter aufzusteigen und sportlich zu wachsen.